Wenn Outlook nicht sendet, sollte zuerst zwischen Verbindungs-, Konto- und Nachrichtenfehlern unterschieden werden. Eine einzelne große oder beschädigte Nachricht kann den gesamten Postausgang blockieren.
Prüfe zuerst, ob du das neue Outlook für Windows oder das klassische Outlook verwendest. Menüs, Add-ins, Profile und Reparaturwege unterscheiden sich deutlich.
Wenn du Unterstützung möchtest: Kundendienst (Vor-Ort & Fernwartung) oder Werkstatt (Diagnose, Reparatur, Aufrüstung).
Auf einen Blick
- Dauer: 15–40 Minuten
- Schwierigkeit: Mittel
Voraussetzungen
- Outlook-Variante bekannt: neues Outlook oder klassisches Outlook
- Zugangsdaten vorhanden
Autor und fachliche Prüfung:
Ingo Schul, Inhaber von CEIS-IT
Veröffentlicht am ·
fachlich geprüft und aktualisiert am
Schritt‑für‑Schritt
- Outlook-Variante feststellen: Siehst du oben rechts einen Schalter Neues Outlook oder unter Datei die klassische Kontoverwaltung, handelt es sich meist um das klassische Outlook. Im neuen Outlook werden Einstellungen über das Zahnrad geöffnet. Beachte: Outlook beziehungsweise Office 2019 ist seit dem 14. Oktober 2025 aus dem Support und sollte durch eine unterstützte Version ersetzt werden.
- Internet prüfen (Browser-Test): Öffne eine bekannte Website. Funktioniert auch sie nicht, muss zuerst die Internetverbindung behoben werden.
- Offline-Modus checken: Kontrolliere in Outlook, ob „Offline arbeiten“ aktiviert ist. Schalte den Modus aus und starte einen neuen Sendeversuch.
- Postausgang leeren: Öffne den Postausgang und verschiebe eine festhängende Nachricht in Entwürfe. Starte Outlook dafür bei Bedarf ohne aktive Verbindung.
- Passwort/Konto prüfen: Melde dich beim Webmail des Anbieters an. Scheitert auch dort die Anmeldung, liegt das Problem wahrscheinlich bei Zugang oder Konto.
- Größe von Anhängen: Entferne große Anhänge testweise und sende stattdessen eine kleine Nachricht. Beachte die Größenbegrenzung des Mailanbieters.
- Add-ins testweise deaktivieren: Dieser Schritt gilt vor allem für das klassische Outlook: Starte es im abgesicherten Modus und prüfe COM-Add-ins einzeln. Das neue Outlook verwendet Web-Add-ins und hat keinen vergleichbaren klassischen abgesicherten Modus; deaktiviere dort installierte Add-ins über die App-Einstellungen.
- Profil reparieren/neu erstellen: Dieser Weg gilt für das klassische Outlook: Repariere das Konto oder erstelle ein neues Outlook-Profil erst nach Sicherung lokaler PST-Archive, Signaturen und besonderer Einstellungen. Im neuen Outlook entfernst du das Konto in den Einstellungen und fügst es dort erneut hinzu; klassische Profile und COM-Add-ins gibt es dort nicht.
Wenn es nicht klappt
- Nur an bestimmte Empfänger geht es nicht: Prüfe die Adresse und sende eine kleine Testmail an einen anderen Empfänger. Rückmeldungen des Mailservers nennen oft Sperrgrund oder fehlerhafte Domain.
- IMAP/SMTP-Fehlercodes: Notiere den vollständigen Fehlercode und vergleiche die Serverdaten mit den Angaben des Mailanbieters. Ändere Ports und Verschlüsselung nicht auf Verdacht.
- Outlook friert ein: Im klassischen Outlook startest du im abgesicherten Modus und testest ohne COM-Add-ins. Im neuen Outlook deaktivierst du Web-Add-ins und startest die App neu. Vor Änderungen am klassischen Profil werden lokale PST-Archive und Signaturen gesichert.
Sicherheits‑Hinweis
Kontoänderungen immer über die offiziellen Anbieter-Daten. Keine „Auto-Fix“-Tools aus dem Internet nutzen.
Wenn du bei der Umsetzung Hilfe brauchst
Wir helfen je nach Problem per Fernhilfe, telefonisch, in der Werkstatt oder nach Absprache vor Ort. Ein Foto oder Screenshot der Fehlermeldung hilft bei der ersten Einordnung.