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5-GHz-WLAN an der FRITZ!Box ausschalten

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Manche älteren WLAN- und IoT-Geräte unterstützen ausschließlich 2,4 GHz. Einige Einrichtungs-Apps funktionieren außerdem nicht zuverlässig, wenn das Smartphone über 5 GHz verbunden ist oder beide Frequenzbänder denselben WLAN-Namen verwenden. Dann kann es helfen, 5 GHz vorübergehend auszuschalten oder getrennte WLAN-Namen einzurichten.

Das 5-GHz-WLAN ist nicht unsicher und muss normalerweise nicht dauerhaft deaktiviert werden. Es bietet in der Nähe der FRITZ!Box häufig mehr Geschwindigkeit und entlastet das 2,4-GHz-Frequenzband.

Wenn du Unterstützung möchtest: Kundendienst (Vor-Ort & Fernwartung) oder Werkstatt (Diagnose, Reparatur, Aufrüstung).

Auf einen Blick

  • Dauer: 5–15 Minuten
  • Schwierigkeit: Sehr einfach

Voraussetzungen

  • Zugriff auf die FRITZ!Box über fritz.box oder die lokale IP-Adresse
  • Aktuelles FRITZ!Box-Kennwort
  • Aktives 2,4-GHz-WLAN
  • Optional ein Netzwerkkabel für eine unterbrechungsfreie Verbindung

Autor und fachliche Prüfung: Ingo Schul, Inhaber von CEIS-IT
Veröffentlicht am · fachlich geprüft und aktualisiert am

Schritt‑für‑Schritt

  1. Zugriff auf die FRITZ!Box absichern: Verbinde den Computer nach Möglichkeit per Netzwerkkabel mit der FRITZ!Box. Wenn du WLAN verwendest, stelle vorher sicher, dass sich das Gerät nach dem Abschalten von 5 GHz mit dem 2,4-GHz-Funknetz verbinden kann.
  2. Benutzeroberfläche öffnen: Rufe im Browser fritz.box auf und melde dich mit dem FRITZ!Box-Kennwort an. Die Menünamen können je nach Modell und FRITZ!OS-Version leicht abweichen.
  3. Prüfen, ob 2,4 GHz aktiv ist: Öffne WLAN > Funknetz und kontrolliere, ob das 2,4-GHz-Frequenzband aktiviert ist. Schalte niemals beide Frequenzbänder gleichzeitig aus, wenn du nur per WLAN auf die FRITZ!Box zugreifen kannst.
  4. Funkkanal-Einstellungen öffnen: Öffne bei aktuellen FRITZ!OS-Versionen WLAN > Funkkanal und klappe Funkkanal-Einstellungen anpassen auf. Bei älteren Versionen findest du die Auswahl direkt unter WLAN > Funknetz im Abschnitt Aktive Frequenzbänder.
  5. 5-GHz-Frequenzband ausschalten: Deaktiviere die Option 5-GHz-Frequenzband aktiv beziehungsweise das 5-GHz-Funknetz. Lass das 2,4-GHz-Frequenzband aktiviert und speichere die Änderung mit Übernehmen.
  6. Verbindungswechsel abwarten: Alle bisher über 5 GHz verbundenen Geräte werden kurz getrennt. Geräte mit Unterstützung für 2,4 GHz verbinden sich häufig automatisch erneut. Andernfalls wählst du das WLAN manuell aus und verwendest das vorhandene WLAN-Kennwort.
  7. 2,4-GHz-Gerät einrichten: Verbinde das einzurichtende Gerät mit dem WLAN und führe die Hersteller-App vollständig durch. Wenn die App eine direkte lokale Verbindung benötigt, muss auch das Smartphone während der Einrichtung mit demselben WLAN verbunden sein.
  8. 5-GHz-WLAN wieder einschalten: Öffne nach erfolgreicher Einrichtung erneut WLAN > Funkkanal beziehungsweise WLAN > Funknetz und aktiviere das 5-GHz-Frequenzband wieder. Reine 2,4-GHz-Geräte bleiben normalerweise mit 2,4 GHz verbunden, weil sie das andere Frequenzband nicht unterstützen.
  9. Bei wiederkehrenden Problemen getrennte SSIDs aktivieren: Öffne WLAN > Funknetz und klappe Weitere Einstellungen zum WLAN-Funknetz auf. Aktiviere die Option Unterschiedliche Benennung der Funknetze auf 2,4 und 5 GHz. Je nach FRITZ!OS werden anschließend getrennte Eingabefelder für beide Frequenzbänder angezeigt.
  10. Zwei eindeutige WLAN-Namen vergeben: Vergib gut unterscheidbare Namen, zum Beispiel MeinWLAN-24 für 2,4 GHz und MeinWLAN-5 für 5 GHz. Verwende für beide weiterhin ein starkes WLAN-Kennwort. Nach dem Speichern müssen Geräte, deren bisheriger WLAN-Name geändert wurde, einmal mit der gewünschten neuen SSID verbunden werden.
  11. Geräte gezielt dem passenden Frequenzband zuordnen: Verbinde ältere Geräte und reine 2,4-GHz-IoT-Geräte mit MeinWLAN-24. Moderne Smartphones, Notebooks, Fernseher und Streaming-Geräte können in der Nähe der FRITZ!Box MeinWLAN-5 verwenden. Dadurch lässt sich eindeutig kontrollieren, welches Frequenzband ein Gerät benutzt.
  12. Alle wichtigen Geräte testen: Prüfe Internetzugang, Streaming, Repeater, Mesh-Verbindungen und das neu eingerichtete Gerät. Kontrolliere unter Heimnetz > Mesh beziehungsweise Heimnetz > Netzwerk, ob alle erwarteten Geräte wieder verbunden sind. Bei getrennten SSIDs solltest du außerdem prüfen, ob jedes Gerät mit dem vorgesehenen WLAN-Namen verbunden ist.

Warum manche Geräte Probleme mit 5 GHz haben

Viele günstige oder ältere IoT-Geräte besitzen nur ein 2,4-GHz-WLAN-Modul. Sie können ein 5-GHz-Funknetz technisch nicht verwenden. Sind beide Frequenzbänder unter derselben SSID erreichbar, sollte die Verbindung normalerweise trotzdem funktionieren, weil das Gerät nur das unterstützte 2,4-GHz-Band sieht.

Probleme entstehen häufig durch die Einrichtungs-App: Manche Apps verlangen, dass Smartphone und IoT-Gerät während der Einrichtung ausdrücklich über 2,4 GHz verbunden sind. Andere Apps erkennen bei gemeinsamem WLAN-Namen das verwendete Frequenzband nicht richtig oder brechen die Einrichtung ab, obwohl die FRITZ!Box korrekt arbeitet.

Auch alte WLAN-Treiber, eine ungeeignete WPA-Einstellung oder fehlerhafte Geräte-Firmware können wie ein 5-GHz-Problem wirken. Das vorübergehende Abschalten hilft deshalb vor allem bei der Fehlersuche und ist keine Garantie, dass die Ursache tatsächlich das Frequenzband ist.

Wann ist das Ausschalten von 5 GHz sinnvoll?

Das vorübergehende Ausschalten kann helfen, wenn eine Einrichtungs-App ein reines 2,4-GHz-Gerät nicht findet oder Smartphone und IoT-Gerät während der Einrichtung zwingend dasselbe Frequenzband verwenden sollen.

Im normalen Betrieb ist das Abschalten meist nicht erforderlich. Eine FRITZ!Box kann 2,4 und 5 GHz gleichzeitig bereitstellen. Ein Gerät, das nur 2,4 GHz unterstützt, kann sich grundsätzlich auch dann verbinden, wenn 5 GHz eingeschaltet bleibt.

Warum zwei verschiedene SSIDs helfen können

Bei einem gemeinsamen WLAN-Namen entscheidet normalerweise die FRITZ!Box zusammen mit dem Endgerät, ob 2,4 oder 5 GHz verwendet wird. Das ist für den Alltag bequem und unterstützt Band Steering. Bei problematischen Einrichtungs-Apps ist jedoch nicht immer klar erkennbar, über welches Frequenzband das Smartphone verbunden ist.

Mit getrennten WLAN-Namen kannst du das Smartphone für die Einrichtung bewusst mit dem 2,4-GHz-Netz verbinden und das IoT-Gerät dort anmelden. 5 GHz bleibt gleichzeitig für schnelle Geräte verfügbar. Die Trennung erleichtert außerdem die Fehlersuche, weil das verwendete Frequenzband bereits am WLAN-Namen erkennbar ist.

Der Nachteil: Geräte wechseln nicht mehr so bequem zwischen den Frequenzbändern, und Funktionen wie Band Steering können eingeschränkt sein. Getrennte SSIDs sind daher vor allem dann sinnvoll, wenn bestimmte Geräte dauerhaft Probleme verursachen oder du die Frequenzbandwahl bewusst kontrollieren möchtest.

Gemeinsame SSIDGetrennte SSIDs
Bequemer automatischer Wechsel zwischen 2,4 und 5 GHzFrequenzband wird bewusst über den WLAN-Namen gewählt
Band Steering kann vollständig genutzt werdenEinrichtung problematischer 2,4-GHz-Geräte wird übersichtlicher
Weniger gespeicherte WLAN-Namen auf den GerätenFehlersuche ist einfacher, weil das Frequenzband sichtbar ist
Für den normalen Betrieb meist empfohlenBei dauerhaft problematischen Geräten eine mögliche Lösung

Was ändert sich ohne 5-GHz-WLAN?

BereichMögliche Auswirkung
GeschwindigkeitModerne Geräte können langsamer übertragen
AuslastungMehr Geräte teilen sich das oft stärker belegte 2,4-GHz-Band
Reichweite2,4 GHz reicht häufig weiter und durchdringt Wände besser
Mesh und RepeaterFunkverbindungen können langsamer werden oder vorübergehend ausfallen
IoT-EinrichtungDie Erkennung reiner 2,4-GHz-Geräte kann einfacher werden

2,4 GHz und 5 GHz kurz erklärt

2,4 GHz bietet meist eine größere Reichweite und wird von fast allen älteren WLAN- und IoT-Geräten unterstützt. Dafür ist das Frequenzband häufiger belegt und erreicht in der Praxis oft geringere Geschwindigkeiten.

5 GHz bietet auf kürzere Entfernung meist mehr Geschwindigkeit und zusätzliche Funkkanäle. Wände und größere Entfernungen schwächen das Signal jedoch stärker. Beide Frequenzbänder ergänzen sich und können normalerweise gleichzeitig aktiv bleiben.

Wenn es nicht klappt

  • Verbindung zur FRITZ!Box ist abgebrochen: Verbinde das Gerät manuell mit dem 2,4-GHz-WLAN oder nutze ein Netzwerkkabel. Wenn beide Frequenzbänder denselben WLAN-Namen verwenden, kann die automatische Neuverbindung einen kurzen Moment dauern.
  • Die Option für 5 GHz fehlt: Prüfe WLAN > Funkkanal und WLAN > Funknetz sowie gegebenenfalls die erweiterte Ansicht. Nicht jedes FRITZ!Box-Modell unterstützt beide Frequenzbänder; bei einem reinen 2,4-GHz-Modell gibt es keine 5-GHz-Option.
  • IoT-Gerät lässt sich weiterhin nicht einrichten: Dann liegt die Ursache wahrscheinlich nicht allein am 5-GHz-WLAN. Richte testweise getrennte SSIDs ein und verbinde das Smartphone mit der 2,4-GHz-SSID. Prüfe außerdem WLAN-Kennwort, WPA-Modus, Hersteller-App, Bluetooth- und Standortberechtigung des Smartphones sowie eine mögliche Trennung durch das Gastnetz.
  • Mesh-Repeater ist nicht mehr verbunden: Aktiviere 5 GHz wieder und warte einige Minuten. Manche Repeater nutzen dieses Frequenzband für die Verbindung zur FRITZ!Box. Prüfe danach die Mesh-Übersicht.
  • Nach der Umbenennung sind Geräte offline: Durch einen neuen WLAN-Namen erkennen Geräte das Netz als neue Verbindung. Wähle auf jedem betroffenen Gerät die gewünschte 2,4- oder 5-GHz-SSID aus und gib das WLAN-Kennwort erneut ein.

Häufige Fragen

  • Muss 5 GHz für ein 2,4-GHz-Gerät immer ausgeschaltet werden?
    Nein. Reine 2,4-GHz-Geräte können sich normalerweise auch bei gleichzeitig aktivem 5-GHz-WLAN verbinden. Das vorübergehende Ausschalten ist nur eine Hilfe bei problematischen Einrichtungs-Apps.
  • Ist 5-GHz-WLAN unsicherer?
    Nein. Die Sicherheit hängt vor allem von aktueller Firmware, WPA2 beziehungsweise WPA3 und einem starken WLAN-Kennwort ab, nicht vom Frequenzband.
  • Bleibt das IoT-Gerät verbunden, wenn 5 GHz wieder eingeschaltet wird?
    In der Regel ja. Ein Gerät ohne 5-GHz-Unterstützung verwendet weiterhin automatisch das 2,4-GHz-Funknetz.
  • Kann 5 GHz dauerhaft ausgeschaltet bleiben?
    Ja, technisch ist das möglich. Meist sinken dadurch aber Geschwindigkeit und WLAN-Kapazität. Dauerhaft sinnvoll ist es nur, wenn 5 GHz bewusst nicht benötigt wird.
  • Sind getrennte WLAN-Namen besser als das Ausschalten von 5 GHz?
    Bei wiederkehrenden Problemen oft ja. Das 5-GHz-Netz bleibt für schnelle Geräte verfügbar, während Smartphone und IoT-Gerät gezielt mit der 2,4-GHz-SSID verbunden werden können. Dafür kann das automatische Band Steering eingeschränkt sein.

Sicherheits‑Hinweis

Geräte, die gerade über 5 GHz verbunden sind, verlieren beim Ausschalten die Verbindung. Führe die Änderung möglichst über einen Computer mit Netzwerkkabel oder über ein Gerät aus, das sicher mit 2,4 GHz verbunden ist. Bei einem Mesh können Repeater oder andere Stationen vorübergehend langsamer werden oder ihre Funkverbindung verlieren.

Wenn du bei der Umsetzung Hilfe brauchst

Wir helfen je nach Problem per Fernhilfe, telefonisch, in der Werkstatt oder nach Absprache vor Ort. Ein Foto oder Screenshot der Fehlermeldung hilft bei der ersten Einordnung.

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